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Der Junggesellinnenabschied

Herausgegeben von in Hochzeitstradition ·
Tags: TraditionenBräucheJunggesellenabschied
 
Die baldige Ehefrau hat nach den vielen Hochzeitsvorbereitungen allen Grund, vor dem großen Tag mit den engsten Freundinnen noch einmal ordentlich feiern zu gehen. Damit der Tag bzw. Abend in Form eines Junggesellinnenabschieds unvergesslich für die Braut wird, wird dieser von den Kameradinnen geplant und auf die Interessen der Hochzeitskandidatin hin abgestimmt.

 
Der Junggesellinnenabschied ist eine alte Tradition aus England und wird dort „Stag Night“ oder „Hen Night“ genannt. Ursprünglich wurde an diesem Tag der Bräutigam vom Brautvater getestet, ob er sich mit den ehelichen Pflichten auch auskennt. Heute ziehen sowohl Bräutigam als auch Braut getrennt voneinander mit deren Freunden/-innen los, um den letzten Tag „in Freiheit“ zu zelebrieren. Die Organisation übernimmt meist die Trauzeugin mit den besten Freundinnen. Diese wählen meist sogar ein „Partymotto“, das auf die Braut zugeschnitten ist. Dementsprechend wird die Braut auch verkleidet. Beliebt sind hierfür speziell angefertigte T-Shirts, mit welchen die Gruppe unterwegs auffällt. Wichtig bei der Planung eines Junggesellinnenabschieds ist, dass die Freundinnen nie vergessen sollten, dass dies ein schöner Tag werden soll, an welchen sich die Braut in der Ehe gerne erinnert. Deshalb sollten sie vorher abklären, was die Braut gerne mag bzw. gerne unternimmt.

 
Beliebte Vorhaben für den Junggesellinnenabschied sind:
 
  • Eine klassische Kneipentour mit peinlichen Partyspielchen
  • Der Besuch eines Stripclubs oder einer Karaokebar (alternativ kann man auch privat das Konsolen-Spiel „Sing Star“ organisieren)
  • Die Teilnahme an einem gemeinsamen Koch- oder Cocktailkurs
  • Ein professionelles Fotoshooting mit allen Mitwirkenden
  • Eine private, lustige Pyjama-Party
  • Ein gemütlicher DVD-Abend mit den Lieblingsfilmen der Braut oder passend zum Thema: „Die Braut, die sich nicht traut“, „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“, „Bridewars“. Dabei dürfen Süßigkeiten, Eiscreme, Popcorn, Pizza und Champagner natürlich nicht fehlen.
  • Eine Überraschungsparty zu Hause mit einem Striper oder einer sogenannten „Dildofee“. Der Besuch einer Dildofee läuft ähnlich ab wie eine Tupperwareparty – nur, dass diese Liebes- und Sexspielzeug vorstellt.
  • Für Kulturfans: Der Besuch eines Musicals, Konzerts, Kinos oder Festivals
  • Sportliche Aktivitäten wie Paintball spielen, Quad-Fahren, Klettern sowie der Besuch eines Erlebnisparks oder Hochseilgartens sorgen bei allen Teilnehmerinnen für einen Adrenalinkick.
  • Ein Kurzurlaub in eine angesagte Metropole wie London, Paris oder Stockholm sind ebenfalls sehr beliebt. Shopping, Kultur und Ausgehen kann bei einem solchen Trip nämlich einfach kombiniert werden.
  • Ein Wellnesswochenende oder ein Spa-Besuch sorgen für die nötige Erholung und Entspannung vor der Hochzeit. Dort kann sich nicht nur die Braut verwöhnen lassen und vom stressigen Alltag abschalten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Für die Planung sollten Sie zunächst mit den Teilnehmerinnen – außer der Braut, sie soll schließlich überrascht werden - ein Datum und die Location festlegen. Lediglich die Gästeliste kann gegebenenfalls mit der zukünftigen Ehefrau abgesprochen werden. Männer haben beim Junggesellinnenabschied übrigens nichts verloren. Außerdem wählen Sie bitte nicht genau den Tag vor der Hochzeit – schließlich soll die Braut an ihrem großen Tag nicht mit Augenringen und einer Alkoholfahne erscheinen. Vor dem Event sollte auch die Finanzierung geklärt werden. Für Gewöhnlich wird die Braut von den Freundinnen eingeladen. Es ist jedoch möglich, dass die Verlobte in Form eines Bauchladens oder einer Tombola Geld dazu verdienen muss. Beim sogenannten Bauchladen wird der Junggesellin ein Kasten, welcher mit Kondomen, Schnaps und kleinem, lästigem Hausrat bestückt ist, vor den Bauch geschnallt. Diese Utensilien muss die Braut über den Tag verteilt verkaufen. Der Erlös wird in Getränke, Essen oder Eintrittsgelder investiert. Vorgegebene Aufgaben und Spiele sind selbstverständlich geheim und werden von der Trauzeugin bzw. den Freundinnen vorbereitet. Vorab sollten diese sich zusätzlich um Verpflegung, Reservierungen und natürlich das nötige Outfit kümmern. Die Braut hebt sich in der Regel mit ihrem Kostüm von der Gruppe ab. Im Falle einer Übernachtungsmöglichkeit stehen beispielsweise die Wohnung einer Freundin, eine Pension, ein Hotelzimmer oder ein gemeinsames Zelt auf dem Campingplatz für die Teilnehmerinnen zur Wahl. Auch bei der Bestimmung der Transportmöglichkeit gibt es mehrere Alternativen: Auto, Bus, Bahn, Limousine oder sportlich mit dem Fahrrad. Sie können beim Junggesellinnenabschied also ganz individuell und nach den Vorlieben der Braut um die Häuser ziehen und feiern. Machen Sie viele Fotos – sie sind eine herrliche Erinnerung an das Event.  
 
Vergessen Sie bei der Planung nie, für wen der Junggesellinnenabschied ist: Ist die Braut ein bekannter Partymuffel, sollte sie an diesem Abend nicht zum Feier- und Clubhäschen umfunktioniert werden. Auch nicht jeder mag Spiele. Falls doch, lassen sich viele Spielchen perfekt auf die jeweilige Braut zuschneiden. Im Vordergrund des Ereignisses steht also, dass die Braut sich wohl fühlt und einen tollen, unvergesslichen Tag mit ihren engsten Freundinnen verlebt.
 
 
Die Tombola
 
Bei einer Tombola am Junggesellinnenabschied verkauft die Braut Lose. Darunter sind natürlich viele Nieten, aber auch „große“ Preise:
 
  • Ein Wochenende in einer Schönheitsfarm -> Der Gewinner erhält ein Stück Seife für sein nächstes Schaumbad zuhause.
  • Ein Einfamilienhaus -> Der Käufer erhält ein leeres Schneckenhaus.
  • Eine Traumreise für zwei Personen -> Der Glückliche erhält zwei Schlaftabletten, um ins Land der Träume zu gelangen.
  • Eine Schlossbesichtigung -> Der Losbesitzer erhält ein altes Fahrradschloss.
  • Zudem können unter den Losen auch Küsse von der Braut, Tänze mit der Dame des Tages oder Ähnliches sein.
 
 
 
 



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